Ukraine

Die Ukraine ist ein osteuropäischer Staat, der bis zu seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 zur Sowjetunion gehörte. Neben seiner Nähe zum heutigen Russland, besitzt die Ukraine Grenzen zu zahlreichen, anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks und früheren Sowjetrepubliken wie Weißrussland oder Moldawien. Ohne Russland gerechnet, ist die Ukraine flächenmäßig mit mehr als 600.000 Quadratkilometern der größte Staat in Europa. Die Ukraine ist weder Mitglied der Europäischen Union noch der Europäischen Währungsgemeinschaft, eine Mitgliedschaft des politisch eher instabilen Landes ist auf die nächsten Jahre hin nicht absehbar.

Geographische Besonderheiten der Ukraine

Aufgrund seiner großen Fläche, bietet die Ukraine in unterschiedlichen Landesteilen eine große Vielfalt in Geologie, Vegetation und Klima. Der Westen des Landes ist von Gebirgszügen wie den Karpaten und ihren Vorgebirgen geprägt, im Süden lockt die kilometerlange Küste des Schwarzen Meeres nationale wie internationale Gäste an, was die Ukraine in den letzten, beiden Jahrzehnten zu einer ansprechenden, touristischen Region gemacht hat. Die Halbinsel Krim, die den südlichsten Punkt des Landes darstellt und ins Schwarze Meer hineinragt, ist dabei ein besonders beliebtes Ausflugsziel. Im Binnenland der Ukraine lassen sich die Hauptstadt Kiew und weitere Großstädte entlang der Dnjepr finden, bekannte Städte wie Charkiw oder Donezk liegen erhöht in den Ostgebirgen des Landes.

Politik und Gesellschaft des Landes

Auch wenn durch die Unabhängigkeit vom früheren Sowjetreich ein eigenständiger Staat entstehen konnte, ist die Staatsführung und Gesellschaft der Ukraine eng mit dem heutigen Russland verbunden. Russland stellt nicht nur den wirtschaftlich wichtigsten Partner der Ukraine dar, sondern prägt auch die gesellschaftliche Gesinnung stärker als in anderen, früheren Sowjetrepubliken, z.B. den eher westlich orientierten Staaten des Baltikums. Die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union ist seit Jahren etabliert, vor allem um mühelos Arbeitsmöglichkeiten für Bürger der Ukraine in den angrenzenden, osteuropäischen EU-Mitgliedsländern zu schaffen.

Wirtschaftlich ist die Ukraine noch heute stark vom Rohstoffabbau sowie der Stahl- und Eisenproduktion geprägt. Die Ukraine fördert selbst weder Erdöl noch Erdgas und ist in der Energieversorgung seiner Industrie auf den großen Partner Russland angewiesen. In Großstädten wie Kiew und Donezk hat sich im Zuge des letzten Jahrzehntes eine stärkere Orientierung zur Dienstleistungsgesellschaft ergeben, die auch westliche Einflüsse aufgreift und einbindet.