Arbeiten in Deutschland: Tipps und Tricks für ausländische Mitbürger

Wer in ein fremdes Land geht um dort sein Leben neu zu gestalten, kann jeden Tipp und jede Hilfestellung brauchen um sich schneller einzuleben. Ausländer in Deutschland haben gute Jobchancen, wenn sie über eine Fachausbildung verfügen, aber auch Fleiß und Interesses an Neuem bringt einen hier weiter. Viele Branchen suchen verzweifelt Mitarbeiter und nicht nur im Gesundheitswesen und in den Ingenieursabteilungen werden gerne motivierte Mitarbeiter eingestellt.

Die Regelungen sind vom Herkunftsland abhängig

Bürger aus dem europäischen Wirtschaftsraum benötigen in Deutschland keine besonderen Genehmigungen um zu arbeiten. EU-Bürger aus der Osterweiterung der EU benötigen seit 2011 ebenfalls keine gesonderten Genehmigungen um in Deutschland arbeiten zu dürfen. Auch die EU-Länder, deren Betritt erst 2007 stattgefunden hat, gehören zu den Herkunftsländern, für die keine besonderen Vorschriften gelten. Für Ausländer aus allen anderen Ländern ist ein Visum nötig. Die ausgestellte Aufenthaltserlaubnis wird dann zur Beantragung einer Arbeitserlaubnis benötigt. Die Dauer dieses Genehmigungsverfahrens hängt auch davon ab, welche Qualifikationen vorhanden sind und welche Arbeitsstelle angestrebt wird. Die Dauer der erteilten Arbeitserlaubnis beträgt maximal drei Jahre.

Die Sprachbarriere überwinden

Die Landesprache zu beherrschen, ist überall auf der Welt ein wichtiger Punkt, wenn es um die Jobsuche geht. Nur wer sich verständigen kann, hat auch gute Aussichten auf eine Anstellung. Sprachkurse werden von vielen Gemeinden angeboten und einige Angebote sind sogar kostenlos. Dabei geht es nicht um ein perfektes Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift, sondern um die tägliche Grundlage und eventuell um Begriffe aus den Fachsprachen verschiedener Branchen. Gute Jobangebote können mit vernünftigen Deutschkenntnissen schnell zu einer Anstellung verhelfen, denn jeder Arbeitgeber erwartet, dass er Anweisungen in seiner Muttersprache erteilen kann und diese auch verstanden werden. Bei der Agentur für Arbeit gilt man als schwer vermittelbar, wenn der Wortschatz für eine Alltagsunterhaltung nicht ausreicht und über Intensiv-Sprachkurse können die Grundlagen der deutschen Sprache schon in ein paar Wochen vermittelt werden.

Das BAMF hilft

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hilft bei vielen Fragen weiter und kann auch bei komplizierten Einzelfällen Tipps geben. Immerhin dürfen ausländische Studenten beispielsweise noch ein Jahr in Deutschland bleiben, wenn sie ihr Studium hier abgeschlossen haben und auch für ausländische Ausbildungsabschlüsse gelten sehr unterschiedliche Regelungen für deren Anerkennung.

Ein privates Netzwerk ist hilfreich

Landsleute, die bereits in Deutschland leben, können viele wichtige Anlaufstellen nennen und auch bei der Jobsuche behilflich sein. Nachfragen in der Verwandtschaft und Bekanntschaft sind daher mehr als sinnvoll und auch Geschäftsleute aus dem gleichen Herkunftsland im neuen Umfeld sind wertvolle Ratgeber. Sie können nicht nur bei der Jobsuche helfen, sondern auch bei Behördengängen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Bildquelle: pixabay.com

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