Das Gesundheitswesen in der Ukraine

Das Gesundheitswesen in der Ukraine ist von den westeuropäischen Modellen noch weit entfernt. Hier gibt es weder eine Pflichtversicherung noch staatliche Krankenversicherungen, was dazu führt, dass kostspielige Operationen oft aus Geldmangel unterbleiben. Die Lebenserwartung liegt unter der in Westeuropa und etwas niedriger als im restlichen Mitteleuropa. Männer werden hier durchschnittlich 63 Jahre alt und Frauen 74. Die medizinische Versorgung entspricht nicht dem westeuropäischen Standard.

Touristen wird daher eine Versicherung bei der Flugrettungsgesellschaft empfohlen. Hat man als Tourist eine schwere Krankheit, wird geraten, das Land zu verlassen. Reisende, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten diese in ausreichendem Maße mit sich führen, da viele davon in der Ukraine nicht erhältlich sind. Es kann jedoch sein, dass für bestimmte Medikamente Einfuhrbeschränkungen bestehen, daher sollte sich der Reisende lieber rechtzeitig erkundigen. Zudem sollten Touristen unbedingt daran denken, eine entsprechende Auslandskrankenversicherung abzuschließen. Hier sollte der Versicherungsnehmer explizit darauf achten, dass eine Evakuierung im medizinischen Notfall beinhaltet ist.

Wer nicht nur für einen Urlaub, sondern für länger als 6 Monate in die Ukraine möchte, um beispielsweise vor Ort zu arbeiten oder zu studieren, muss einen aktuellen negativen HIV-Test in englischer Sprache vorlegen. Sollte ein Test im Land positiv ausfallen, kann der Patient ausgewiesen werden. Wegen der Gefahr von Darminfektionen sollte der Reisende auf sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Leitungswasser ist nicht immer keimfrei. Abkochen oder sonstiges Sterilisieren sind daher anzuraten. Auch sollten Gäste des Landes darauf achten, dass Pilze noch immer eine radioaktive Belastung aufweisen können. Daher sollte auf den Verzehr möglichst verzichtet werden.

Insgesamt muss jedoch erwähnt werden, dass Kliniken und Krankenhäuser in der Ukraine unter enormen Geldmangel leiden. Die Mediziner können von ihren Gehältern kaum den eigenen Lebensunterhalt bestreiten. Eine umfassende medizinische Versorgung ist leider aktuell nicht in gegeben, denn das Gesundheitssystem steht kurz vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Zudem sind in der Ukraine hochansteckende Krankheiten wie Tuberkulose auf dem Vormarsch.

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