Die Währung der Ukraine

Der Griwna ist inzwischen dank der Bindung an den Dollar vergleichsweise stabil. Daher steigt auch der Kurs gegenüber dem Euro wieder an. Dieser Entwicklung ging aber eine lange Talfahrt voraus. Erst seit einigen Jahren entwickelt sich der Kurs so, dass auch die aktuellen Prognosen einen Aufstieg anzeigen. Entsprechend schwierig sind Geschäftsbeziehungen zu diesem Land. Das niedrige Durchschnittseinkommen und das vergleichsweise hohe Preisniveau begünstigen Korruption und schlechte Zahlungsmoral. Die wirtschaftliche Gesamtsituation des Landes ist nach europäischen Maßstäben schlecht. Verglichen mit der wirtschaftlichen Lage der Ukraine ist Schuldenkrise im Euroraum ein vergleichbar überschaubares Problem.

Mehrere Währungsreformen

Seit der Unabhängigkeit der Ukraine waren zwei Währungsreformen notwendig, um die Währung zu stabilisieren und die galoppierende Inflation aufzuhalten. Dies hat auch zu einer massiven Verschiebung der Besitzverhältnisse im Land geführt und dazu, dass sich ein großer Teil des Besitzes in den Händen weniger befindet. Neben der lange Zeit instabilen Währung erschwerten Steuergesetze den wirtschaftlichen Aufschwung. Die Unternehmenssteuern waren zeitweise so hoch, dass wirtschaftliches Handeln extrem erschwert wurde. Auch die Prokopfverschuldung und die Arbeitslosigkeit sind weit über dem europäischen Niveau. Tagesgeldkonten, welche man auf Tagesgeldkontovergleich.com vergleichen kann, können sich hier nur wenige leisten. Dies hat zur Folge, das der Durchschnittsbürger selbst laufenden Verpflichtungen nur unter Schwierigkeiten nachkommen kann. Es ist zum Beispiel vergleichsweise sinnlos ein Pfändungsverfahren wegen Mietrückständen einzuleiten, da weder die Aussicht auf Zahlung besteht, noch die Hoffnung solventere Mieter zu finden. Selbst die Versorgung mit Strom und Wasser ist nicht lückenlos gewährleistet. Eine Stadt wie Lviv muss die Versorgung einschränken, weil sowohl technische wie wirtschaftliche Probleme einen laufenden Betrieb erschweren.

Geringes Warenangebot

Das Angebot an Lebensmittel kommt hauptsächlich aus der lokalen Landwirtschaft oder stammt aus subventionierten Exporten aus dem EU-Raum. Lediglich die großen Brachen in der Westukraine sind interessant für ausländische Investoren. Dank niedriger Löhne und ertragreicher Flächen ist die Bewirtschaftung für ausländische Landwirtschaftsbetriebe zu einem guten Geschäft geworden. Überhaupt hat das Land sein wirtschaftliches Potenzial bisher nicht ausgeschöpft. Das Bildungsniveau in der Ukraine ist hoch, die Menschen sind fleißig, das Land ist fruchtbar und die Menschen sind geschickt und erfinderisch, wenn es um die Lösung ihrer alltäglichen Probleme geht. Wer sich von dieser Überlebenskunst ein Bild machen möchte, sollte einmal gesehen haben, wie ein ukrainischer Uhrmacher arbeitet. Es dürfte schwer sein, Menschen mit einem so hohen Geschick in Deutschland zu finden, die unter so widrigen Umständen und mit wenig Werkzeug in der Lage sind eine Uhr zu reparieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.