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Die Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine

Am 26. April 1986 wurde Tschernobyl nahe Kiew in der Ukraine, auf traurige Art und Weise berühmt. Das örtliche Kernkraftwerk hatte einen katastrophalen Unfall zu verzeichnen, der für Schäden bis viele Tausend Kilometer über die Landesgrenzen hinaus sorgte.

Die Ursachen dieses Reaktorunfalls sind vielfältig. So wurde seinerzeit beispielsweise ein vollständiger Stromausfall simuliert, wobei es aufgrund von Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften und bauartbedingte Eigenschaften zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg kam, der schließlich zur Explosion des Reaktors führte. In den ersten 10 Tagen nach dem Unglück wurde eine ungeheure Menge radioaktiver Stoffe freigesetzt. Diese gelangten in die Erdatmosphäre und verseuchten viele Gebiete in der Ukraine und vielen anderen Ländern Europas.

Um die Schäden der Katastrophe so gering wie möglich zu halten, versuchte man, die am stärksten betroffenen Gebiete zu dekontaminieren und errichtete bis November 1986 aus Stahlbeton einen provisorischen Schutzmantel. Der „Unfall“ wurde von der Sowjetunion zunächst verschwiegen und die Nachricht erreichte die Welt erst am 28. April. Zunächst wurden Bewohner einer kleinen Zone evakuiert, erst später viele andere umgesiedelt. Rund 50 Menschen starben an der sogenannten Strahlenkrankheit, weitere 9000 tödliche Krebserkrankungen werden dem Unglück zugerechnet. Bis zum Jahr 2065, so rechnen die Wissenschaftler, werden noch weiteren 40.000 dazu kommen.

In Deutschland wurden aufgrund der Reaktorkatastrophe kaum mehr landwirtschaftlich und gärtnerisch hergestellte Früchte und Erzeugnisse verzehrt. Die in Planung befindlichen Atomkraftwerke wurden nicht mehr weitergeführt. Neu gegründet wurde in Deutschland das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

1991 gab es in der Anlage Tschernobyl dann erneut ein Unfall, worauf diese abgeschaltet wurde. Seit dem Jahr 2000 ist das gesamte Kernkraftwerk vom Netz genommen.

Inzwischen gibt es zahlreiche jährliche Gedenkveranstaltungen besonders in der ehemaligen Sowjetunion. Es werden Kundgebungen und Gottesdienste abgehalten und in Kiew wurde ein National-Museum eingerichtet, welches die Thematik veranschaulicht. 1990 gründete sich die gemeinnützige Organisation Heim-statt Tschernobyl. Weitere Verbände und Vereine, Ausstellungen und Hilfsaktivitäten wurden ins Leben gerufen.

Odessa in der Ukraine

Die ukrainische Stadt Odessa ist eine der berühmtesten des Landes. Rund 1.000.000 Menschen leben in der wichtigsten Hafenstadt der Republik am Schwarzen Meer. Die Ukraine, und damit auch Odessa, sind seit 1920 Teil der ukrainischen SSR und seit 1922 Teil der Sowjetunion. Der Hungersnot Anfang der 30er fielen viele Einwohner von Odessa zum Opfer. Traurige Berühmtheit erlangte im II. Weltkrieg die Schlacht um Odessa. Die Stadt wurde 1941 geräumt, die Schwarzmeerflotte brachte 70.000 Soldaten und 15.000 Zivilisten nach Sewastopol auf der Halbinsel Krim. Bis 1942 blieb die Stadt von rumänischen und deutschen Truppen besetzt. Während dieser Besatzungszeit verloren rund 60.000 Einwohner ihr Leben, viele von Ihnen Juden. Die Stadt ist traditionell von vielen Völkern und Konfessionen geprägt. Ukrainer bilden 57 Prozent der Einwohner. Rund 130 Nationalitäten treffen hier aufeinander. Russisch ist eine sehr verbreitete Sprache.

Die Odessiten leben in der hügeligen Landschaft, die ähnlich Terrassen das Gebiet nahe dem Ufer prägen. An der Straße Odessa-Ovidopol gibt es einen berühmten Markt mit dem Namen „Promrynke 7 Kilometer“. Fischfang und Tourismus sind Grundlagen der Wirtschaft. Nahrungsmittelproduktion und Metallbetriebe, Chemie und Schiffsbau sowie Ölraffinerien sind ebenfalls verbreitet. In Odessa findet eine internationale Fachmesse für Wein und Weinbau statt sowie die internationale Fachmesse für Spirituosen. Eine dritte internationale Fachmesse dreht sich rund um Landtechnik und Landwirtschaft, Öko-Landbau und Bioenergie. Odessa ist einer der wichtigsten Häfen der Ukraine. Straßen und Eisenbahnverbindungen gibt es ins ganze Land so also auch nach Moldawien und Kiew. Dreimal wöchentlich fährt ein Schlafwagen nach Berlin. Es gibt eine Standseilbahn, die vom Hafen bis zur Potemkinschen Treppe fährt. Diese kann man kostenlos benutzen.

Odessa ist gleich mehrfache Universitätsstadt. Dazu gibt es einige Akademien. Sehenswert sind, außer der berühmten Potemkinschen Treppe in der Altstadt, das Opernhaus, das Palais Kinsky, das Haus der Wissenschaftler, der Woronzowpalast, das Theater und das Rathaus. Auch gibt es eine Reihe von Denkmalen in der Stadt sowie zahlreiche Kirchen und Museen.

Einmal mit der Ukraine international Airlines fliegen

Die ukrainische Fluggesellschaft Ukraine International Airlines hat ihren Sitz in Kiew. Bereits im Jahre 1992 wurde sie diese gegründet und gilt seitdem als Nachfolger der Air Ukraine. Hauptsächlich werden Flüge zwischen Kiew und Westeuropa angeboten. Angeflogen werden in der Regel Flugziele innerhalb des Landes sowie zahlreiche Städte und Urlaubsgegenden in Europa und Vorderasien. Paris, Odessa oder Madeira sind bevorzugte Ziele.

Die Flotte besteht aktuell aus 21 Flugzeugen. Die Airline ist dafür bekannt, mehrfach günstige Angebote für die Kunden bereitzuhalten. Jährlich fliegen circa 1,5 Millionen Menschen mit der Fluggesellschaft, da diese als besonders sicher gilt. Vor allem die Kurzstreckenflugzeuge sind hochmodern. Zusammen mit Partnergesellschaften bietet die Ukraine International Airline viele Möglichkeiten an, Meilen für Sonderangebote oder Rabatte zu sammeln. Frankfurt und Berlin sind oft angeflogene Ziele von Kiew aus. Hin-und Rückflug von Frankfurt nach Kiew sind momentan schon für rund 180 Euro pro Person zu bekommen. Günstiger kann verreisen kaum sein.

Wer also eine Reise in die Ukraine plant, kann sich der Airline des osteuropäischen Staates ohne weiteres anvertrauen und findet hier einen modernen und sicheren Flug für wenig Geld. Mit etwas Glück findet man einen Flug nach Kiew, der dort einen günstigen Anschluss bietet. So kommt man ohne großen Aufenthalt an das Schwarze Meer oder in die Karpaten.

Über das Internet sind ständig freie Plätze zu finden. Je kurzfristiger der Termin, um so knapper wird aber auch das Platzangebot. Es kann durchaus sein, dass man für die nächsten ein oder zwei Wochen keine Tickets mehr bekommt. Früh buchen lohnt also. Die Buchung über das Internet abzuwickeln ist heute für Viele selbstverständlich und bequem. Wer noch nicht so oft geflogen ist und daher viele Fragen hat, kann im Netz auch die entsprechenden Antworten finden. Ansonsten gibt es die Hotline der Fluggesellschaft, wo man kompetent und freundlich Auskunft bekommt.

In die Ukraine reisen

Ob als Gruppenreise oder Individualreise – die Ukraine ist ein wunderbares Urlaubsland und wird bei den Reisenden immer beliebter. Inzwischen gibt es sogar zahlreiche Onlineportale, die sich explizit darauf spezialisiert haben, Reisen in dieses osteuropäische Land anzubieten. Auch als Studienreise oder Klassenfahrt empfiehlt sich diese Republik am Schwarzen Meer sehr da es hier stets viel Wissenswertes zu erfahren gibt.

Viele Orte der Ukraine bringen den Touristen die Naturschönheiten der Gegend näher, wie beispielsweise die Karpaten oder die berühmte Insel Krim. Städtereisen sind nach Kiew zu empfehlen oder auch nach Odessa und Jalta. Hier findet man auch die kulturellen Besonderheiten des Landes, welches noch bis zum Jahre 1991 zur Sowjetunion gehörte.

Persönliche Begegnungen mit der Gastfreundschaft der Einheimischen werden von vielen Reisenden als Bereicherung empfunden. Die Ukraine wird als Land zwischen den Kontinenten beschrieben, als Grenze zwischen Karpaten und den Steppen Eurasiens. Die unvergleichlichen Naturschätze des Landes enthalten drei UNESCO-Biosphärenreservate: Die Karpaten mit den letzten Buchenurwäldern Europas, das Biosphärenreservat in der Steppe namens „Askania Nova“ und das Donaudelta. Die Mündung der Donau in das Schwarze Meer findet man zwischen Rumänien und der Ukraine in einem weiten Delta, welches sich ständig verändert. Dies ist das größte Feuchtgebiet Europas. Gleichzeitig ist das Land Spannungsfeld zwischen den Kulturen, sesshafte Ackerbauern treffen auf nomadisierende Viehzüchter, Slawen auf Wikinger, Türken auf Russen und Polen auf Juden. Die ukrainische Nation hat sich bis heute nicht wirklich als Volk geformt. Das Land ist der größte Flächenstaat Europas mit rund 49 Millionen Einwohnern.

Bei der Auswahl des Reiseanbieters sollte sich der Tourist stets auch einen Reiseführer suchen, der seinerseits spezielle Reisewünsche berücksichtigen und gute Einblicke in Land und Leute präsentieren kann. Wer aber die Reise an sich schon zum Erlebnis machen will der bucht eine Schiffskreuzfahrt auf der Donau und lässt sich so bis zum Schwarzen Meer bringen.

Die Landkarte der Ukraine

Bekannt ist die Ukraine als ein wunderbares Reiseziel für einen Sommerurlaub an der Schwarzmeerküste. Dort liegt auch die berühmte Hafenstadt Odessa, die ihrerseits als Kurort weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt wurde. Zu den Sehenswürdigkeiten von Odessa zählt u.a. die berühmte Potjomkin-Freitreppe.

Die Hauptstadt Kiew mit ihren circa 2,5 Millionen Einwohnern liegt im Norden der Ukraine am Dnjepr. Im Norden grenzt die Ukraine auch an Weißrussland und Russland, im Westen dann an Moldawien, Rumänien und Polen und im Süden liegt die Schwarzmeerküste mit der weltberühmten Insel Krim.

Das Klima der Ukraine und besonders der Krim ist mild und die vielen Mineralquellen ziehen unzählige Besucher ins Land. Viele Kur- und Badeorte gibt es vor allem in der Gegend um Jalta. Entlang der Südküste der Krim findet man eine Vielzahl Zarenpaläste und Schlösser.

Für viele Menschen äußerst interessant wurde die Ukraine im Jahr 2012, als sie gemeinsam mit Polen Ausrichter der Fußball-EM war.

Nach Russland ist die Ukraine das auf seine Fläche bezogen zweitgrößte Land in ganz Europa und bereits mit der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991 wurde die Ukraine als unabhängiger Staat erklärt. Der EU-Beitritt des Landes ist beantragt, die Zustimmung jedoch aktuell noch nicht absehbar. Internationale Flughäfen gibt es in Kiew, Odessa und Dnipropetrowsk. Die Binnenschifffahrt ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der bis Kiew reicht und mit kleinen Seeschiffen bewerkstelligt werden kann. Berühmt in der Ukraine sind auch die Schwarzmeerinseln Tusla und die Schlangeninsel. Die Krim selbst gehört seit 1954 zur Ukraine. Der Dnjepr, einer der wichtigsten Flüsse des Landes, hat bei Kiew und am Mündungsdelta am Schwarzen Meer mehrere kleine Inseln. Auch die sogenannten Karpaten sind berühmt in der ganzen Welt. Hier gibt es sogar einige Urwälder, die seit 2007 zum sogenannten Weltnaturerbe der UNESCO gehören. Die wichtigste Nutzpflanze im Land ist der Weizen während die Sonnenblume als Nationalpflanze bezeichnet wird. Angebaute Obstsorten sind vor allem Trauben, Pfirsiche, Melonen, Birnen und Pflaumen sowie auch Aprikosen.

Wie bekommt man ein Visum für die Ukraine?

Für die Ukraine gilt eine eingeschränkte Visumspflicht. Die Bürger aus 55 namentlich benannten Staaten, hier explizit auch die aus den 27 EU-Mitgliedsstaaten, können bis zu 90 Tage innerhalb von 6 Monaten visumfrei einreisen. Für andere Länder oder länger geplante Aufenthalte gilt nach wie vor eine Visumspflicht. Dieses muss bei der Konsularvertretung der Republik rechtzeitig beantragt werden. An den Grenzübergängen werden in der Regel keine Visa mehr ausgestellt. Das Visum an sich gilt stets nur für einen bestimmten Termin. Plant man eine Reise, die beispielsweise durch die Ukraine nach Russland und wieder in die Ukraine führt, muss ein zweifaches Visum beantragt werden. Da es verschiedene Arten von Visa gibt, sollte der Reisende sich hier vorab umfassend informieren. Es gibt Touristen-, Privat-, Geschäfts- und Transitvisa. Mit einer Bearbeitungszeit von bis zu 20 Tagen muss allerdings gerechnet werden und die Kosten hierfür können bis 350 Euro betragen. Zusätzlich werden einmalige Kurierkosten in Höhe von 20 Euro für die gesamten Dokumente in Rechnung gestellt. Wer ein Visum beantragen möchte, der sollte es darüber hinaus nicht versäumen, einen frankierten Rückumschlag mit Adresse und Telefonnummer beilegen, da dies die Bearbeitung in der Regel deutlich vereinfachen und beschleunigen wird.

Die Zahlung für das Visum in die Ukraine kann in den meisten Fällen per Online-Überweisung, einer Einzugsermächtigung, mit EC-Karte oder auch per Kreditkarte erfolgen. Auch wird die Barzahlung bei einer persönlichen Abholung oder auch die Scheckzahlung angeboten. Bei Zahlung mit Kreditkarte muss der Reisende allerdings stets noch eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr einplanen. Der Rechnungsbetrag für das ausgestellte Visum ist grundsätzlich sofort und ohne jeglichen Abzug fällig. Der Reisepass mit dem Visum wird dann nach Zahlungseingang an die angegebene Adresse versandt. Lediglich bei langjährigen, bewährten Firmenkunden kann ein Versand der Pässe auch vor Begleichung der Rechnung vereinbart werden. Visa können aber bei jeder konsularischen Vertretung des jeweiligen Landes beantragt werden. Wer den angebotenen Visa-Service der Ukraine nicht in Anspruch nehmen möchte, kann sich entsprechend an die Landesvertretung wenden.

Hier erhalten Sie eine Landkarte für die Ukraine und weitere Informationen rund um die Ukraine.