Odessa in der Ukraine

Die ukrainische Stadt Odessa ist eine der berühmtesten des Landes. Rund 1.000.000 Menschen leben in der wichtigsten Hafenstadt der Republik am Schwarzen Meer. Die Ukraine, und damit auch Odessa, sind seit 1920 Teil der ukrainischen SSR und seit 1922 Teil der Sowjetunion. Der Hungersnot Anfang der 30er fielen viele Einwohner von Odessa zum Opfer. Traurige Berühmtheit erlangte im II. Weltkrieg die Schlacht um Odessa. Die Stadt wurde 1941 geräumt, die Schwarzmeerflotte brachte 70.000 Soldaten und 15.000 Zivilisten nach Sewastopol auf der Halbinsel Krim. Bis 1942 blieb die Stadt von rumänischen und deutschen Truppen besetzt. Während dieser Besatzungszeit verloren rund 60.000 Einwohner ihr Leben, viele von Ihnen Juden. Die Stadt ist traditionell von vielen Völkern und Konfessionen geprägt. Ukrainer bilden 57 Prozent der Einwohner. Rund 130 Nationalitäten treffen hier aufeinander. Russisch ist eine sehr verbreitete Sprache.

Die Odessiten leben in der hügeligen Landschaft, die ähnlich Terrassen das Gebiet nahe dem Ufer prägen. An der Straße Odessa-Ovidopol gibt es einen berühmten Markt mit dem Namen „Promrynke 7 Kilometer“. Fischfang und Tourismus sind Grundlagen der Wirtschaft. Nahrungsmittelproduktion und Metallbetriebe, Chemie und Schiffsbau sowie Ölraffinerien sind ebenfalls verbreitet. In Odessa findet eine internationale Fachmesse für Wein und Weinbau statt sowie die internationale Fachmesse für Spirituosen. Eine dritte internationale Fachmesse dreht sich rund um Landtechnik und Landwirtschaft, Öko-Landbau und Bioenergie. Odessa ist einer der wichtigsten Häfen der Ukraine. Straßen und Eisenbahnverbindungen gibt es ins ganze Land so also auch nach Moldawien und Kiew. Dreimal wöchentlich fährt ein Schlafwagen nach Berlin. Es gibt eine Standseilbahn, die vom Hafen bis zur Potemkinschen Treppe fährt. Diese kann man kostenlos benutzen.

Odessa ist gleich mehrfache Universitätsstadt. Dazu gibt es einige Akademien. Sehenswert sind, außer der berühmten Potemkinschen Treppe in der Altstadt, das Opernhaus, das Palais Kinsky, das Haus der Wissenschaftler, der Woronzowpalast, das Theater und das Rathaus. Auch gibt es eine Reihe von Denkmalen in der Stadt sowie zahlreiche Kirchen und Museen.

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