Russisch -ukrainischer Gasstreit

Der Streit zwischen der Ukraine und Russland um die Gaspreise wird als Vorbote für kommende Konflikte bei Energieträgern in Deutschland gewertet. Darin zumindest sind sich die meisten Ploitiker und Experten einig. Doch wenn es darum geht, den Grund des Streits genauer zu erläutern, unterscheiden sich die Meinungen sehr. Der russische Energiekonzern Gasprom behauptet, dass rein wirtschaftliche Gründe für sein Forderungen verantwortlich seien, doch der vierfach erhöhte Preis, den der Konzern von der Ukraine verlangt, lässt auch politische Interpretationen zu.

Lieferausfall, Preissteigerung und Vertragsdetails

Beim russisch-ukrainischen Gasstreit geht es nicht nur um wirtschaftliche Macht und politische Machtverhältnisse zwischen dem mächtigen Russland und dem unsicheren Transitland Ukraine, sondern auch Deutschland spielt in diesem Streit eine große Rolle. 2009 kam es zu großen Lieferausfällen und Engpässen und das nicht, weil kein Gas vorhanden war, sondern aus rein politischen Gründen. Russland kann den Gashahn jederzeit wieder zudrehen, so befürchtet man in Deutschland und diese Abhängigkeit könnte fatale Folgen haben. Preissteigerungen, die allein auf dem Willen eines Energiekonzerns beruhen, wären für die Wirtschaft Gift und sogar von Erpressungsversuchen ist die Rede. Der nächste Winter kommt bestimmt und man könnte Entscheidungen mit der Hand am Gashahn erzwingen wollen. Dieses Szenario halten allerdings die meisten Politiker und Experten für ziemlich unwahrscheinlich. Während man hierzulande aber will, dass die Pipelines für alle Gaslieferanten nutzbar sind, besteht der russische Gaskonzern Gasprom auf langfristige Verträge, die an den Ölpreis gekoppelt werden sollen. Ein Wettbewerb auf dem Anbietermarkt, wie er von Deutschland angestrebt wird, kann sich mit langfristigen Verträgen und festgeschriebenen Preisen allerdings nicht einstellen und die Nord-Stream-Pipeline gehört immerhin zu 51 Prozent dem Energiekonzern Gasprom, der im Interesse der russischen Regierung handelt. Der Streit ist also noch lange nicht komplett beigelegt und man ist noch immer auf der Suche nach einer praktikablen Lösung. So mancher Gasnutzer denkt nun vermehrt über Strom als Alternative nach und günstige Stromanbieter lassen sich tatsächlich auch online finden.

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